Onkel Tom's Blog-Hütte... - oder so. ;)


Mal wieder ein neuer Name für diesen Teil meiner Home-Page. Mal sehen, ob ich unter dieser Überschrift fleißig, diszipliniert genug bin, den Plan durchzuziehen. Was ist der Plan? Ich möchte endlich mal ausführlich über die Entstehung der Tennessee Tapes erzählen. Von der Idee, über die Planung und die Umsetzung bis hin zur hoffentlich bald erscheinenden Veröffentlichung. Das wird meine ganz persönliche Sicht auf die Geschehnisse, ohne auch nur einen Ansatz auf Alleingültigkeitsanspruch. Erinnerungen ändern sich, der Blick zurück ist nie frei von Verklärungen. Darum seht es mehr wie einen Roman, ein Motivationsratgeber, ein Sachbuch, einen Reisebericht, nicht als ein gerichtsverwertbares Geständis. Das soll und kann es nämlich nicht werden. Dafür bin ich viel zu subjektiv. Na dann: viel Spaß beim Lesen!


Ich werde immer wieder gefragt, wie lange ich schon darüber nachgedacht habe, diese Tour zu unternehmen, in die Sun Studios zu fahren, um dort aufzunehmen, wo die ganze Geschichte denn ihren eigentlichen Ursprung hat.

 

Ja, das ist nicht so einfach zu beantworten. Die Tour als solche war ursprünglich gar nicht geplant. Das hat sich in der ganzen, ca. zweijährigen Planung nach und nach so ergeben. Eigentlich wollte ich nur nach Memphis und dort einmal ein paar Songs im lengendären Sun Studio aufnehmen. Ob nun alleine oder mit einer Band, das war nie so richtig klar, änderte sich von Jahr zu Jahr, von Planungsansatz zu Planungsansatz. Die Idee dazu, also bei Sun zu recorden, hat mir eigentlich Bernd Tesch, Bassist, Sänger und Mastermind von "The White Lines" ins Ohr gesetzt.

 

Unter "Tonträger" findet ihr die erste EP, die erste offizielle Veröffentlichung, auf der ich mit Rhythmusgitarre und Hintergundgesang zu hören bin. Auf dieser EP ist auch ein Song names "Goin' to Memphis" enthalten. Bernd hatte den mal mit zur Probe gebracht. Er hatte die erste Strophe geschrieben... - na ja, eigentlich war das nicht als erste Strophe gedacht. Das ganze sollte quasi mal als Jingle oder so Verwendung finden. Doch dann fiel mir der Refrain ein und Bernd und ich bastelten noch schnell den Text für die zweite Strophe zusammen - et voilá - fertig war unsere kleine Hymne. Seitdem haben erst Bernd und ich uns, und später dann ich mir selbst, geschworen, dass dieser Song irgendwann mal wahr werden würde.

 

"One day I'm goin' to Memphis

gonna play a good ol' Song

gonna cut some rockin' Rhythm

with a slap bass and a drum

the guitar is playing

like good ol' Scotty's way

well, I love that Rock'n'Roll music

until the end of days"

 

Und damit hatte ich nicht nur einen klasse Song sondern auch einen besonders hartnäckigen Floh im Ohr. Der ist zwar ab und an ein bissel eingeschlafen, aber doch immer wieder mal vorgekrochen um die Realisierung dieses Traums einzufordern.

 

Spätestens mit den Aufnahmen zum Holstein Rockets Album "Aus dem Herzen Kiels" gewann dieser Floh wieder an Kraft und der Wunsch mir diesen Traum zu verwirklichen wurde übermächtig. Warum? Na weil ich da einen Song geschrieben hatte, der da "Auf nach Memphis" heißt und der seinen Weg auf diesen Tonträger fand. Udn als Danny Danger nicht viel soäter wirklich ins Mekka aller Rockabilly Liebhaber flog, gab es für mich kein Wenn und Aber mehr, ich begann mit den konkreten Planungen.

 

Den Ursprung der ganzen Geschichte muss man aber um einiges früher Suchen. Und der Weg zu diesem Ursprung ist auch recht verworren. Wieso, weshalb, warum? Das erfahrt ihr im nächsten Kapitel. Also schaut immer wieder mal rein. Bald geht die Story weiter - zurück auf den Anfang.